Am 30. Oktober 2025 feierte unser Programm „mentoring4women – Frauen in die Führung“ Halbzeit im Ratssaal. Der Nachmittag war nicht nur ein Moment der individuellen Reflexion über die bisherige Mentoring-Reise, sondern auch eine wertvolle Gelegenheit für den Austausch und das gemeinsame Nachdenken über die Zukunft von Frauen in Führungspositionen in unserer Region.
Stefan Sauerborn, stellvertretender Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung, eröffnete das Event mit einem Grußwort, in dem er betonte, dass „mentoring4women“ nicht nur ein Programm sei, das Frauen in ihrer beruflichen Weiterentwicklung unterstütze, sondern auch ein aktiver Beitrag zur Förderung von Diversität und Gleichstellung in der regionalen Wirtschaft. Susanne Müller, „die jobwerker“, legte in ihrem Impuls den Fokus auf die Bedeutung von Frauen in Führungsetagen; damit Thomas in Zukunft nicht nur Thomas, sondern auch Isabel fördere. Die „gläserne Klippe“ sorge allzu oft dafür, dass Frauen auf der Karriereleiter zwar den Einstieg fänden, dann aber an unsichtbare Barrieren stießen, die ihren Aufstieg behinderten.
„Je mehr Frauen in Spitzenpositionen vertreten sein werden, desto einfacher und nachhaltiger wird sich die „Durchmischung“ gestalten. Wir brauchen mehr weibliche Role Models.“
Kompetenzzentrum Frau & Beruf BRSK
Mentoring als Katalysator für den Erfolg von Frauen in Führung
Im Rahmen eines Worldcafés diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Thema der „Gesunden Führung“ aus verschiedenen Perspektiven:
- „Wie führe ich authentisch?“
- „Wie bewahre ich die Balance zwischen Nähe und Distanz?“
- „Wie führe ich mich selbst?“
Der Austausch zeigte einmal mehr, wie wertvoll der Mentoring-Prozess für die persönliche und berufliche Entwicklung der Mentees ist.
„Mentoring4women“ ist ein einjähriges Cross-Mentoring-Programm, das Frauen aus kleinen und mittleren Unternehmen der Region Bonn/Rhein-Sieg dabei unterstützt, ihre beruflichen Ziele zu erreichen. Es richtet sich an Frauen, die eine Führungsposition anstreben, bereits eine solche innehaben oder sich zur Spezialistin in ihrem Bereich weiterentwickeln möchten. Über einen Zeitraum von zwölf Monaten werden die Mentees von erfahrenen Führungskräften begleitet, die als Mentorinnen und Mentoren wertvolle Einblicke, Unterstützung und Orientierung bieten. Ein begleitendes Rahmenprogramm mit Netzwerktreffen und Workshops fördert den Austausch unter den Teilnehmerinnen und verstärkt die Wirkung des Mentorings.
Aktuelle Studien belegen immer wieder, wie wichtig Mentoring für den beruflichen Erfolg von Frauen ist. Laut einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) haben Frauen, die ein Mentoring-Programm durchlaufen, nicht nur bessere Chancen auf eine Führungsposition, sondern erzielen auch schneller berufliche Meilensteine. Mentoring ermöglicht es den Mentees, ihre Fähigkeiten gezielt auszubauen, Netzwerke zu erweitern und neue Perspektiven auf ihre Karriereziele zu gewinnen. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen ist zwar weltweit auf dem Vormarsch, doch die gläserne Decke bleibt noch immer ein Thema. Eine Studie der EU-Kommission aus dem Jahr 2024 zeigt, dass Frauen in der EU immer noch nur rund 30% der Spitzenpositionen in großen Unternehmen einnehmen, trotz klarer wissenschaftlicher Erkenntnisse, dass diverse Führungsteams bessere Entscheidungen treffen und Unternehmen so erfolgreicher sind.
Ausblick auf die zweite Hälfte
Das Mentoring-Programm geht nun in die zweite Hälfte seines Jahres und bietet den Teilnehmerinnen weiterhin wertvolle Unterstützung und die Gelegenheit, ihre Karriereziele zu erreichen. Die Förderung von Frauen in Führungspositionen ist nicht nur eine Frage der Chancengleichheit, sondern auch ein entscheidender Faktor für den Erfolg von Unternehmen und die Gesellschaft als Ganzes. Die langfristige Erhöhung des Frauenanteils in unseren Führungsetagen stellt die Weichen für eine gerechtere und zukunftsfähige Arbeitswelt. Unser großer Dank gilt natürlich den Mentorinnen und Mentoren. Ohne ihre Unterstützung und ihr Engagement wäre dieses Mentoring-Programm nicht möglich. Ihre Rolle als Vorbild und Wegbegleiterin ist von unschätzbarem Wert und leistet einen entscheidenden Beitrag zur Förderung von Frauen in Führung.
Foto: Giacomo Zucca, Stadt Bonn
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