Am 15. April 2026 durften wir im Kreishaus Siegburg eine Delegation der GIZ – Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH aus Vertreterinnen und Vertretern aus Marokko, Tunesien, Ägypten und Jordanien zu einem intensiven Austausch im Rahmen des GIZ-Projekts „HIYA – Soziale Sicherung für Frauen in der MENA-Region“ empfangen. Im Mittelpunkt standen Themen wie die Selbständigkeit von Frauen in der Region, Strategien zur besseren Vereinbarkeit von Erwerbs- und Care-Arbeit sowie die gezielte Förderung weiblicher Potenziale, u. a. mit Hilfe von Mentoring-Programmen.
Landrat Sebastian Schuster begrüßte die internationale Delegation im Kreishaus und betonte: „Gesellschaften sind stärker, wenn Frauen gleichberechtigt teilhaben.“ Im Anschluss stellte Regina Rosenstock, Leiterin des Referats für Wirtschaftsförderung und strategische Kreisentwicklung, die Vielfalt unseres Wirtschaftsstandortes vor und unterstrich: „Die Frage der Frauenerwerbstätigkeit spielt eine zentrale Rolle, wenn es um Fachkräftegewinnung geht.“ Dr. Petra Tiedemann, Rechtsanwältin und Steuerberaterin (Tiedemann Wirtz & Partner), ging auf die Bandbreite möglicher Rechtsformen für die Selbständigkeit und Herausforderungen in der Frühphase der Gründung ein. Inga Josko, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte des Rhein-Sieg-Kreises, ordnete die Entwicklungen der Gleichberechtigung in Deutschland (im Osten und Westen) ein, benannte bestehende Herausforderungen und warb für eine konsequente Weiterentwicklung der Frauenförderung, auch, wenn schon viel im Sinne der gleichberechtigten Teilhabe erreicht worden sei.
Wir konnten das Themenspektrum des Kompetenzzentrums Frau & Beruf Bonn/Rhein-Sieg vorstellen und zeigen, wieviel die Wirtschaftsförderungen (auch dank der Unterstützung des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW) für „Kleine und Mittlere Unternehmen“ in unserer Region im Rahmen dieses Projektes bewirken. Mit den Programmen „mentoring4women – Frauen in die Führung!“ und „mentoring4frempreneurs“ sowie dem Netzwerk „Familienbewusste Unternehmen“ dürfen wir einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Erwerbstätigkeit von Frauen hier in der Region leisten.
Der Austausch machte deutlich, dass nachhaltige Lösungen vor allem dort entstehen, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und dass viele Herausforderungen, von der Vereinbarkeit von Beruf und Familie bis hin zur gleichberechtigten Teilhabe am Arbeitsmarkt, länderübergreifend – wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung – bestehen.
Weitere Informationen zum GIZ-Projekt: Soziale Sicherung für Frauen in der MENA-Region | GIZ
Foto: Antonius Nolden, RSK
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